Faul sein und trödeln? Das war noch nie die Stärke von Dorfdisko.
Quasi aus ihrer Geburtswiege heraus wurden sie als erstes Signing in den
Schoß des wiederbelebten Labels Motor gehoben- ein klares Zeichen
von Kontinuität bei Motor - hat Motor doch schon unter dem Dach von
Universal mit der Entdeckung und Förderung von Bands wie den Sportfreunden
Stiller, Virginia Jetzt! und Element of Crime stets ein gutes Händchen
bewiesen.
Zur Taufe gab es dann im Juli 2005 Dorfdiskos vielbeachtetes Debüt-
Album „Viel zu stürmisch, viel zu laut“, das von der
Presse (von der Visions bis zur Bravo) begeistert angenommen wurde, gefolgt
von einem massiven Tour- Marathon. Nicht mal ein Jahr später, melden
sich die vier Kölner mit
„Kurz vor Malmø“ stark wie nie zurück.
„Wir gehen den wundervollsten Weg, der uns offensteht“, proklamiert nicht nur Sänger Daniel, auch Suzie von Klee stimmt in den eingängigen Refrain des titelgebenden Tracks „Kurz vor Malmø“ mit ein. Wir, wir und wir, das macht Dorfdisko 2006 reif für einen weiteren Schritt nach vorne. Daniel hat seine Existenz als Schauspielschüler an den Nagel gehängt und auch alle anderen Bandmitglieder sehen Dorfdisko mehr denn je als ihren Lebensmittelpunkt. „Wir halten fest zusammen“ ist eben nicht nur eine gesellschaftliche Metapher, sondern vielmehr die bandeigene Philosophie, deren Verinnerlichung man der kompletten Band anmerkt.
Die neuen Songs sind nicht mehr so streng arrangiert und noch viel mehr
als beim Debüt, wird bei „Kurz vor Malmø“ als
Band gearbeitet. Kein Wunder, haben sie doch seit der letzten Platte mehr
als 100 Konzerte zusammen gespielt. Produzent Jochen Naaf, der u.a. Peter
Lichts letztes Album aus seinem Pult zauberte, hat seinen Anteil am Reifeprozess
der Band - er hat das große Potential erkannt, zusammen mit ihnen
daran gefeilt und es in viele wunderbare Momente, die sich auf der Platte
finden, gehüllt. Mal straight rockend, mal etwas verspielt, mal träumerisch,
aber niemals zu ausschweifend und stets auf den Punkt, endeckt man deutlich
mehr Songperlen, als noch auf dem Vorgänger.
Wir kommen, um uns auszuleben“ sagt schon der Opener. Rock'n'Roll,
der nicht die Clever-Cleverness der Engländer adaptiert, der beileibe
auch kein muskelshirtiges Bonjovitum propagiert. Spielen, machen, den
eigenen Status Quo in Worte fassen.
„Die Anderen“ formuliert eine eindringliche Warnung an die
politisch- moralische Ignoranz der heutigen Zeit. Dieser Song zeigt, dass
sich Dorfdisko sowohl mit ihrer musikalischen Weiterentwicklung, als auch
mit ihrer textlichen Tiefe nicht mehr hinter anderen deutschsprachigen
Indiegrößen verstecken müssen. Und es zeigt auch, wie
weit sie schon bei ihrem Zweitwerk vorangekommen sind. Auch hier: Intro,
Strophe, Refrain, keine Gefangenen.
Nicht kurz vor Malmø. Schon mittendrin. Es hat nur mal wieder niemand
auf die Strassenschilder geachtet.
„...deutscher Poprock, der einem sofort vertraut ist und dabei so ungewöhnlich daherkommt, dass man sofort von seiner Einzigartigkeit überzeugt ist.“ Piranha
„Sie sind anspruchsvoll, aber nicht belehrend; sie sind positiv, aber nicht naiv...“ unclesally*s
„Irgendwo zwischen Berliner Schnauze und Hamburger Schule treffen die Kölner den Zeitgeist in ihrem eigenen Sinne....Dorfdisko wollen dabei zeigen, dass die deutsche Sprache lange nach Goethe und Schiller noch poetisch und wohlklingend sein kann.“ Visions
„Es gab in den vergangenen Jahren kaum eine Band, die mit ähnlicher Überzeugungskraft Ihre Songs vortrug.“ Musikwoche
DORFDISKO sind:
Daniel Roth - Gesang, Gitarre / Peer Hartnack – Gitarre / David
Oesterling – Bass / Marc Pampus - Schlagzeug












